Alumni-Talk: Im Gespräch mit Gina Hardt

Gina Hardt ist Gründerin von Work & Play Bremen und Mutter eines kleinen Kindes. Seit 2023 ist sie außerdem Vereinbarkeitsmanager (IHK).

 

Auf ihrem LinkedIn-Profil teilte sie folgende zukunftsweisende Vision: “Bei work & play dreht sich alles um die Vereinbarkeit von Arbeiten und Kinderbetreuung. Meine Vision ist es, diese beiden Bereiche des alltäglichen Lebens so miteinander zu verknüpfen, dass am Ende alle davon profitieren – Kinder, Eltern und Unternehmen.”

smart worq: Mit welchem beruflichen Set-Up bist du damals in den Zertifikatslehrgang (IHK) gestartet?

Gina: Ich bin Soziologin und habe damals bei verschiedenen Bildungsstiftung gearbeitet. 2020 hatte ich mein erstes Kind bekommen und wir sind 2021 von Berlin nach Bremen gezogen – meinen Job konnte ich damals remote behalten. Als die Eingewöhnung meines Sohnes begann, hat sich für mich Vieles verändert. Plötzlich wurde mir klar, es stresst mich sehr, in diesen beiden Welten zu sein. Einerseits wollte ich gerne wieder arbeiten, mich voll darauf konzentrieren und daran Spaß haben. Andererseits wurde die zeitliche Flexibilität plötzlich Thema, denn ich wollte auch genauso voll und ganz für meinen Sohn da sein. 

Dann waren – wie es häufig vorkommt – die Kitas zu und dann saß man tagsüber im Café, wo man auch gut mit Laptop sitzen konnte. Ich habe beobachtet, wie alle konzentriert gearbeitet haben, mein Kind hat gespielt und da habe ich gedacht: Wieso bringt man das nicht viel mehr zusammen? Daraus ist mein eigenes Gründungsvorhaben entstanden. 

Ich habe mich gefragt, was braucht es denn, damit die Idee zu einem konkreten Vorhaben wird? Meine Recherche hat ergeben, dass Vereinbarkeit als Konzept so viele andere betrifft und in dem Prozess habe ich den Lehrgang gefunden – die Entscheidung war gefallen. 

 

smart worq: Welche Erwartungen hattest Du an den Lehrgang?

Gina: Ich habe mir erhofft, dass es eine Brücke für mich sein kann – von der Anstellung in die Selbstständigkeit. Ich wollte mir dadurch Handwerkszeug aneignen und auch eine Sicherheit, mich mit dem Thema selbstständig zu machen. Und tatsächlich, der Lehrgang war wahnsinnig hilfreich, um ein breiteres Wissen aufzubauen. Zu verstehen, wie komplex das Thema ist. Das neue Wissen hat auch an mein Hintergrundwissen aus der Soziologie angeknüpft. Es war toll zu sehen, dass hinter den Themen Strukturen stecken. Und vor allem auch ganz persönlich, ich konnte meine Empfindungen viel besser erfassen und mit Fakten belegen. 

smart worq: Wie ist es nach dem Lehrgang weitergegangen?

Gina: Ich wurde dann auf eine Stellenanzeige aufmerksam gemacht, wo es um zwei Themenschwerpunkte ging: väter-orientierte Personalpolitik und Jobsharing – da konnte ich also direkt an den Lehrgang anknüpfen! Also ging es für mich doch erstmal wieder in eine Anstellung.

 

smart worq: Wie kommt es nun, wir haben es bei LinkedIn gesehen, dass du deine Vision doch klar weiterverfolgt hast und gegründet hast?

Gina: Ja, die Anstellung war zeitlich begrenzt. Ich war noch nicht bereit, in die volle Selbstständigkeit zu starten und diese Zeit war dann auch nochmal sehr wertvoll.  Erstens, da ich das Lehrgangswissen in die Praxis umsetzen und leben konnte. Zweitens, da ich so auch nochmal Zeit hatte, nebenberuflich meine Selbstständigkeit voranzutreiben. Das war gut, weil es nun mal ein großes Projekt ist und viel Vorbereitung braucht. Ab Sommer wird es jetzt konkret. Wir haben Räumlichkeiten und das Konzept ist nochmal geschärft, denn wir haben einen zweiten Schwerpunkt gesetzt: Unternehmen mitdenken. Ich habe gemerkt, was für eine Stellschraube Unternehmen sind, um Vereinbarkeit zu ermöglichen. 

 

smart worq: Spannend! Das Konzept von Work & Play richtet sich also einmal an den persönlichen Bedarf, den Eltern in gewissen Lebensphasen haben, aber denkt gleichzeitig den B2B-Kontext mit.

Gina: Genau! Ein Beispiel wäre, dass Unternehmen Plätze für ihre Mitarbeitenden buchen, die wieder einsteigen, aber auch noch viel beim Kind sein möchten. Das ist eine Variante. Eine andere Variante wäre, dass wir andere Formen der betrieblichen Kinderbetreuung intern aufbauen, z.B. eine Betriebskita. Dafür schauen wir, was der konkrete Bedarf ist und wie wir unsere Ressourcen dafür nutzen können – denn die fehlen oft intern. Wir begleiten und koordinieren.

 

smart worq: Toll! Viele Inhalte aus dem Lehrgang hast du jetzt also smart in die Praxis umgesetzt. Im Lehrgang konzentrieren wir uns ja häufig auf die folgenden zwei Bereiche – das, was du inhaltlich mit rausnehmen kannst und das Netzwerk all der Akteur:innen im Vereinbarkeitskosmos. Wie hilft dir dieses Netzwerk heute? 

Gina: Ich fand es total beeindruckend, wie schnell ich dieses Netzwerk durch den Lehrgang aufbauen konnte und wie viele Kontakte ich dadurch gewonnen habe. Vor allem aber auch, wie offen die ganze Community ist. Ich habe bis heute im Kontakt mit den anderen Teilnehmer:innen meines Laufe, wir tauschen uns aus und lernen voneinander. Wir inspirieren uns und tauschen Materialien aus.  Da herrscht kein Konkurrenzgedanke, wir wollen uns gegenseitig beflügeln. Dafür bin ich heute so dankbar, denn ich bin nicht alleine und muss auch das Rad nicht neu erfinden. Ich kann schauen, was andere gemacht haben, denn alle sind offen für Austausch.

 

smart worq: Was würdest du sagen, warum hat sich dein Investment in den Zertifikatslehrgang (IHK) gelohnt?

Gina: Der Zertifikatslehrgang (IHK) war ein Katalysator. Die Zeit hat mir viele Türen geöffnet und Prozesse in Bewegung gesetzt. Seit dem Lehrgang fühle ich mich sicherer, denn mein Wissen ist stark fundiert und ich fühle mich gut ausgebildet. Als Managerin diesen Titel zu tragen, ermöglicht mir, mich anders zu bewegen. Und natürlich die Chance, dass ich meine Idee schärfen konnte und die nächsten Schritte angestoßen wurden. 

smart worq: Ein perfektes Schlusswort. Danke, liebe Gina!

Wenn Leben und Beruf zusammenpassen, gewinnen alle Seiten: Unternehmen, Mitarbeitende und die Gesellschaft. So wird Vereinbarkeit zur wertvollen Ressource – und zum Erfolgsrezept! Mehr Informationen zum Zertifikatslehrgang Vereinbarkeitsmanager:in (IHK) finden Sie hier

LETS TALK ABOUT VEREINBARKEIT

worq with us

Wir freuen uns auf Ihre Nachricht.

mail@smartworq.de

Wir freuen uns über Ihre Email.

Termin vereinbaren

Direkt einen freien Slot in Calendly buchen.